Treffen der regionalen Tanzorganisationen

Die TanzLOBBY IG Tanz Zürich traf sich mit diversen anderen IG’s am 14.5.2019 in Bern. Organisiert wurde das Treffen durch DanseSuisse.

Von: Wanda Puvogel

Die Bedürfnisse der Tanzschaffenden in der Schweiz stehen im Zentrum der Arbeit von Danse Suisse. Dabei unterscheiden sich die jeweiligen Arbeitsrealitäten jedoch stark je nach Berufsfeld und Region, wie wir am 14. Mai einmal mehr feststellen konnten: Danse Suisse hatte in Bern zu einem Treffen der regionalen Tanzorganisationen eingeladen, die sich vorrangig für die Künstler*innen in der Freien Szene einsetzen (die sogenannten „IGs“, mehr dazu hier).

Mit Vertretungen vom Tanzbüro Basel, BETA, Action Danse Fribourg, der Tanzlobby Zürich und tanzinwinterthur ergab sich ein interessanter Austausch zu verschiedenen Themen und Problemfeldern. Die Interessengruppen aus anderen Regionen wie Genf, Lausanne und dem Tessin waren ebenfalls eingeladen, konnten aber aus Termingründen nicht dabei sein.
Einig war man sich, dass der Tanz noch stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft rücken muss, damit das Verständnis dafür, wie der Tanz als Beruf „funktioniert“, sich mehr verbreitet. Das Wissen über diese Kunstsparte ist oftmals noch begrenzt. Je nach Region stellt sich darüber hinaus die aktuelle Situation sehr unterschiedlich dar.
Einiges hat sich im Laufe der letzten Jahre verbessert, denn vielerorts haben Städte und Kantone begonnen, ihre Verantwortung dem Tanz gegenüber ernst zu nehmen. Fusionstendenzen, die es u.a. bei den Kommissionen gibt, werden jedoch sehr zurückhaltend beurteilt, weil man befürchtet, dass der Tanz neben Theater und Performance an Profil und damit auch an Projektförderung verliert. Und noch immer bestehen Lücken in der Tanzförderung: Mal fehlen geeignete Aufführungsorte, mal die Proberäume für Tanzproduktionen, andernorts finden sich keine Produktionsleiter*innen, die über das notwendige Knowhow für die Begleitung von Tanzproduktionen verfügen. Hier werden die IGs trotz zum Teil kleiner Ressourcen und ohne (ausreichende) öffentliche Förderung aktiv und stellen eine beeindruckende Palette an Aktivitäten und Angeboten für die Tanzschaffenden in der Freien Szene. Das reicht vom Profitraining für Tänzer*innen über Beratung, Vorstellungs- und Vermittlungsformaten bis hin zur Organisation von Festivals bzw. Plattformen, um dem regionalen Tanzschaffen mehr Sichtbarkeit und Aufführungspraxis zu ermöglichen. 
Netzwerkarbeit dieser Art wird vorwiegend „hinter den Kulissen“ geleistet, wird nach aussen wenig sichtbar, wirkt aber nachhaltig und verbessert die Situation der in der Szene arbeitenden Künstler*innen entscheidend. Umso wertvoller und verdienstvoller ist dieser Einsatz.
Danse Suisse unterstützt diese Arbeit gerne wo immer möglich und wird den Austausch fortsetzen. Wir freuen uns schon auf ein nächstes Treffen, dass entsprechend der Wünsche der Beteiligten für den Herbst geplant ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.