Tanzteppich – Gespräche / „Tanz- & Theaterlandschaft“

 Zusammenfassung vom 4.12.2017

 

Eckpunkte „Tanz- & Theaterlandschaft“:

  • Projektleitung: Daniel Imboden
  • Begleitet von der Unternehmensberatung Integrated Consulting Group, Graz
  • Laufzeit Okt 16 – Mai 18Ziele:
    Erarbeitung eines Konzepts für die Tanz- und Theaterlandschaft Zürich, die einer Grundlage für Planungs- und Entscheidungsprozesse der Stadt dient.
  • Das Konzept orientiert sich an den vier Handlungsachsen des Leitbilds 2016-2019: Diversität leben/Teilhabe stärken, Akzente setzen/Profile schärfen, Rahmenbedingungen verbessern, Koordination stärken.
  •  Die Leitplanken sind:Budgetneutralität
    Beibehaltung des dualen Systems Stadttheater und freie Szene

Es gibt partizipative Teile, wo die Szene (Theaterleiterinnen, Vertreterinnen der freien Szene, Kommissionsvertreter) eingebunden wird.

Die Gesamtperspektive soll berücksichtigt werden, TT-Landschaft als komplexes Gefüge (Produzierende, koproduzierende und Gastspielhäuser, Freie Szene, Kommissionen, Abteilung Kultur und Politik)

 

Was bisher geschah und wo wir jetzt stehen:

  • Projektstart: 30. Januar 2017
  • Bestandsaufnahme anhand Fragebogen
  • Interviewphase mit allen Beteiligten der Studie-> Zwischenbericht
  • Konzeptentwicklungsphase: Workshop vom 30.11. zu 6 modellhaftenEntwicklungsrichtungen.

 

Zusammenfassung der Entwicklungsrichtungen (3 Hauptausrichtungen):

1. Steuerung der Szene über Häuser und Kommissionen

Mit folgenden Optimierungen: Stärkung Tanz
Stärkung Kinder- und Jugendtheater Unkuratierter Raum Produktionsbüro

Vorteil: Status Quo – kennen wir Nachteil: wenig Potential für Veränderung

Mit eigenem Kinder und Jugendtheaterhaus: kontrovers diskutiert von endlich ein Haus für Kinder und Jugendliche bis hin zu Ghettoisierung

 

2. Steuerung über die Häuser, Abschaffung der Kommission

Vorteil: Häuser können direkt entscheiden, keine Abhängigkeit von der Kommission Nachteil: Machtkonzentration bei den Häusern bzw. Gruppen sind macht- und finanzlos
Welche Funktion hat der Beirat, der zwischen Politik und Kulturabteilung steht?

  • unabhängiges, unkuratiertes Produktionshaus (für Produktionen nicht für Aufführungen): grosse Fragen: wer darf dieses Haus benutzen? Wer bestimmt darüber? Beziehung zu den anderen Häusern?
  • Theaterhaus für die Freie Szene: wer entscheidet? Welche Gruppen? Wie lange?

 

 

3. Konzeptwettbewerb

Hier können Gruppen direkt aus der Freien Szene und Häuser Konzepte eingeben. was heisst das für die Planungssicherheit?
Was heisst das für die Szene? Für die Häuser? Sind alle Häuser betroffen? Wieviel Geld fliesst in die Konzepte?

Macht der Jury?

Vier Themenbereiche, die beim Tanzteppich diskutiert wurden:

 

 

Die vier für den Tanz relevanten Themen werden in kleinen Diskussionsgruppen diskutiert:

  • Steuerung
  • Stärkung Tanz – Tanzensemble / Konzeptwettbewerb
  • Unkuratierte Räume
  • Kinder- und Jugendtheaterhaus: Tanz für Junges Publikum

 

Steuerung:

  • Theater- und Tanzfördertopf werden zusammengelegt. Vorteile, Nachteile?
  • Was passiert, wenn es keine TK mehr gibt?o Monopolisierung der Entscheidungsmacht
    o Szene klafft auseinander
    o Weniger Companien werden berücksichtigt, Häuser arbeiten immer mitden gleichen.
  • Was passiert, wenn alles Geld an die Häuser geht?o Keine zeitl. Verzögerung bei der Selektion
    o Weniger administrativer Aufwand
    o Gibt es eine andere Form, die TK einzubinden? Qualitätssicherung,Macht verteilen.
  • Wie wird die Qualitätssicherung gewährleistet?
  • Typfrage, Künstler mit gutem Draht zum Kurator, wie funktioniert ein fairerSelektionsprozess?
  • Steuerung sollte nicht zu monopolisiert werden (kein Nadelöhr). Tendenz scheint, dass immer weniger Leute bestimmen, wer etwas Zeigen darf in ZH.
  • Warum ist alles auf Tanz & Theater fokussiert. Es sollte Spartenübergreifender sein.
  • Alternative Räume sind wichtig.
  • Steuerung war immer wieder ein Bedürfnis.
  • Ev können Häuser alleine Leiten, weil sie eine klare Leistungsvereinbarunghaben.
  • Wer wählt die künstlerische Leitung?
  • Es braucht Flexibilität & Kontinuität
  • Verlagerung des Problems
  • Mehr für den Tanz herausholen, es braucht mehr Mittel für den Tanz in derStadt Zürich.
  • Erweiterte Aktionsfelder für spartenübergreifende Projekte
  • Kooperationen fördern zw. Institution-Institution / Institution-Künstler

 

Stärkung Tanz:

  • Tanzcompany: Fest engagierte Tänzer
  • Tanzensemble, welches nicht fix an ein Ort gebunden ist
  • institutionelle Verankerung des Tanzes
  • Kontinuität
  • Nachhaltigkeit
  • Kollaborativer kreativer Prozess
  • Diese Idee ist nur eine Idee. Es braucht noch mehr um den Tanz zu stärken.

 

Unkuratierte Räume:

  • Produktionswerkstätten für die freie Szene
  • unkuratierte Aufführungsorte
  • Was bedeutet das?
  • Produktionsort? Spielort?
  • Wie Open Stage?
  • Eigeninitiative:
    o Tanzhaus wünscht sich mehr eigene Initiative
  • Verwaltung/Auswahl:
    o Reunion: Spartenübergreifend, kein Theater o Kollektive Verwaltung: Künstlerverbund
  • Wer nutzt solche Räumlichkeiten?
    o Infrastruktur: Für gewisse Tänzer sind Bühnen/Boden sehr wichtig. o Dies sind finanziell ganz andere Bedingungen.
    o Austausch: Spartenübergreifend / Artist run space
  • Was wird gezeigt?
  • Multifunktional: Auftrittsort, Rechercheort ect.
  • Spannende Projekte in diese Richtung: Centre Choreographic, Centre nationalde la DanseAnstelle eines Raum ev. ein Budget den Kunstschaffenden geben So ist man unabhängig vom Raum

 

Kinder und Jugendtheater:

  • Tanz für Junges Publikum dort verankern
  • wie könnte ein Theater für Kinder und Jugend mit der Tanzszene verknüpftwerden?
  • Kinder und Jugendtheater sollte auch für Tanz relevant sein, nicht nur Theater
  • Nicht nur in einem Haus verankern, damit alle Häuser die Möglichkeit haben,ihr Publikum von morgen zu entwickeln, muss in die Leistungsvereinbarungenrein.
  • KTJ, Tanz für junges Publikum, Figurentheater: Objekte bewegen sich.Schnittstellen zum Tanz/Figurentheater/Objekttheater/Puppentheater. Ev alsinterdisziplinäres Festival
  • Infozentrum für junges Publikum
  • Label: Kultur inklusive
  • Schulen ins Theater bringen: Kultur macht Schule, Impulskredit vom Kanton,Bewerber von Theaterfunken, gibt es bereits für den Tanz, aber es fehlen fertige Vermittlungsformate, welche die Lehrer in ihren Klassenzimmern anbieten können. Der Tanz soll ein Gefäss erhalten im Schulkontext, Tanz geht in die Schulen. –> Tanznacht, analog zu Lesenacht
  • Partnerklasse am Bsp. Cie Mafalda, die Klasse übernahm dramaturgische Aufgaben und haben verschiedene Etappen bei der Entstehung eines Stücks erlebt und mitgestaltet.
  • Vermittlung als feste Anstellung in Häusern – Schnittstelle zu Schulen, Formate entwickeln. Es braucht professionelle Personen, die den Kontakt von Produktionshaus-Schule pflegen und gemeinsam mit den Künstler angemessene Vermittlungsformate entwicklen.
  • Politische Verankerung nötig: Jedes Schulkind hat Anrecht auf einen Theaterbesuch (wird praktiziert in Winterthur)