Ronja Römmelt

Ronja Römmelt wurde 1994 in Freiburg im Breisgau geboren und ist in Basel aufgewachsen. Sie durchlief einen Teil der Ballettschule am Theater Basel und hat eine Ausbildung im argentinischen Tango. Zwischen 2010-2012 arbeitete sie als Hospitantin und Assistentin an verschiedenen Theatern, ehe sie sich bereits mit 19 Jahren auf eigene Projekte der darstellenden Künste fokussierte. 2013 zeigte die ihre erste Tanzarbeit: «Siddhartha – Tell me whats my lesson». Wiederkehrende Themen ihrer Stücke sind die Analyse zwischenmenschlicher Beziehungen, menschlichen Verhaltens, sowie Potenziale generationsübergreifenden Austauschs. Kennzeichnend für ihre bisherigen Arbeiten ist das Zusammenführen verschiedener Altersgruppen und Disziplinen. Sowohl in «Zwischenräume», das im Rahmen vom Kunstfreitag im Kunstverein Friedrichshafen 2019 uraufgeführt wurde, als auch im Stück «Mnemosyne Körper 1941-2000», das im April 2017 im Tanzhaus Zürich erstmalig gezeigt wurde, kann man diesen Arbeitsansatz  erleben. Durch geschickte Kombination von Elementen aus Wissenschaft, Tanz und Performance thematisiert und hinterfragt Römmelt Konventionen gängiger Aufführungspraxis verschiedener Kunstsparten. So entwickelt sie beispielsweise 2014 mit Heimat-Erinnerung-Sinneswahrnehmung eine Tanzperformance, die Audio- und Videoelemente als festen Bestandteil des Konzepts integriert, mit skulpturen Sockeln als Bühne arbeitet und im Rahmen der Ausstellung «Heimaten» am Museum der Kulturen Basel gezeigt wurde. 2016 entstand mit Jack & Jill eine textlose Aufführung, die auf Bewegungen basiert und wiederum im Ausstellungskontext gezeigt wird.
Römmelt hat im Juni 2019 ihr Studium in Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. Seit 2018 ist sie Mitglied der Gesellschaft für Tanzforschung und Teil des Projektteams für das Symposium Sens(e)ation, das vom 27.09.-29.09.2019 an der Zürcher Hochschule der Künste von der Gesellschaft für Tanzforschung ausgerichtet wird.